Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 01.12.2025

§ 1 Geltungsbereich & Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen Seraphira Systems (Inhaber: Dennis Palau-Gatell), Dennis Palau-Gatell
c/o MDC Management#5201
Welserstraße 3
87463 Dietmannsried (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“).

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an

  • Unternehmer im Sinne des § 14 BGB,

  • juristische Personen des öffentlichen Rechts oder

  • öffentlich-rechtliches Sondervermögen.

Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt im Bestell-/Checkout-Prozess ausdrücklich, dass er als Unternehmer handelt (zB durch Angabe der Firma, USt-IdNr. bzw. Unternehmensbezeichnung).

(3) Es gelten ausschließlich diese AGB. Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden hiermit widersprochen, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand & Leistungsumfang

(1) Seraphira AI Operator: Der Anbieter stellt dem Kunden eine technologiegestützte Dienstleistung zur Verfügung, die insbesondere Webseiten-Analysen, Content-Optimierung und technische SEO-Maßnahmen teils automatisiert durchführt.

(2) Kein Erfolgsversprechen: Der Anbieter schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistungen als Dienstleistung im Sinne von § 611 BGB, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere wird keine Garantie für bestimmte Google-Rankings, Traffic-Zahlen oder Umsätze übernommen, da diese von Dritten (zB Suchmaschinenbetreibern) und deren Algorithmen abhängen, auf die der Anbieter keinen Einfluss hat.

(3) KI-Nutzung / Charakter der Inhalte: Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass Teile der Leistung durch Künstliche Intelligenz (AI) erzeugt oder unterstützt werden. AI-Ausgaben (zB Texte, Analysen, Optimierungsvorschläge) stellen Vorschläge dar und ersetzen keine eigene rechtliche oder fachliche Prüfung des Kunden. Der Kunde bleibt für die Prüfung, Auswahl und Verwendung der AI-Inhalte allein verantwortlich; Dies gilt insbesondere für deren rechtliche Zulässigkeit, inhaltliche Richtigkeit sowie Vereinbarkeit mit Kennzeichnungs-, Wettbewerbs-, Urheberrechts- und Datenschutzrecht.

§ 3 Vertragsschluss, Laufzeit & Verlängerung

(1) Der Vertrag kommt zustande durch Annahme des Angebots des Anbieters durch den Kunden, insbesondere durch Abschluss des Bestell-/Checkout-Prozesses und Zahlung des Setup-Preises über den bereitgestellten Zahlungsdienst (zB Stripe). Im Rahmen des Checkout-Prozesses werden dem Kunden Laufzeit, Preise, automatische Verlängerung und B2B-Ausrichtung deutlich angezeigt.

(2) Mindestvertragslaufzeit: Sofern im Checkout-Prozess nichts abweichendes ausgewählt wird, beträgt die Mindestvertragslaufzeit 12 Monate. Wählt der Kunde im Checkout-Prozess eine abweichende Laufzeit (zB 24 Monate), gilt die dort angegebene Laufzeit als vereinbart. Die gewählte Laufzeit wird dem Kunden zusammen mit der Bestellbestätigung in Textform übermittelt.

(3) Automatische Verlängerung: Das Vertragsverhältnis verlängert sich nach Ablauf der jeweiligen Mindestlaufzeit automatisch jeweils um die ursprünglich vereinbarte Vertragslaufzeit (zB weitere 12 oder 24 Monate), sofern der Vertrag nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird. Auf die automatische Verlängerung wird im Checkout-Prozess und in der Bestellbestätigung nochmals ausdrücklich hingewiesen.

(4) Kündigung: Die Kündigung bedarf der Textform (zB E-Mail an hallo@seraphira.de ). Die Rechtzeitigkeit der Kündigung bestimmt sich nach dem Zugang beim Anbieter.

§ 4 Mitwirkungspflichten & Technische Voraussetzungen

(1) Zugriff & Installation: Der Kunde gewährt dem Anbieter die für die Durchführung der Leistungen erforderlichen technischen Zugriffe (zB Admin-Zugänge, API-Keys, Logins). Der Kunde stimmt ausdrücklich zu, dass der Anbieter zur Verknüpfung und Nutzung der Systeme erforderliche Plugins oder Schnittstellen-Software (zB „Make Connector“, „Application Passwords“ oder vergleichbare Tools) in der WordPress-Umgebung des Kunden installieren und konfigurieren darf.

(2) Kompatibilität und Backups:

  • Der Kunde ist verpflichtet, vor Beginn der Arbeiten sowie regelmäßig während der Vertragslaufzeit vollständige und funktionsfähige Backups seiner Webseite (inklusive Datenbank) anzulegen und zu prüfen.

  • Der Anbieter erbringt seine Leistungen nach bestem Wissen und unter Beachtung der üblichen Sorgfalt bei der Installation und Konfiguration der von ihm eingesetzten Plugins und Schnittstellen.

  • Der Anbieter übernimmt jedoch keine Garantie für die Kompatibilität mit sämtlichen bestehenden oder zukünftigen Plugins, Themes, Server-Konfigurationen oder individuell vorgenommenen Änderungen des Kunden.

(3) Prüfpflicht für Inhalte: Der Kunde ist verpflichtet, durch die KI oder durch Automatisierung erstellte Inhalte (insbesondere Texte, Meta-Daten, Snippets, Empfehlungen) vor Veröffentlichung oder Nutzung auf rechtliche Unbedenklichkeit, inhaltliche Richtigkeit und Übereinstimmung mit seinen eigenen Unternehmensrichtlinien zu prüfen. Der Anbieter schuldet keine Rechtsberatung und kann eine solche insbesondere nicht durch AI-Ausgaben ersetzen.

§ 5 Vergütung & Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die im Checkout-Prozess (zB Stripe) angezeigten Preise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die einmalige Setup-Gebühr sowie die ersten Monatsraten sind mit Vertragsschluss fällig. Die weiteren Raten werden – sofern nicht anders vereinbart – monatlich im Voraus über das vom Kunden hinterlegte Zahlungsmittel eingezogen.

(3) Gerät des Kunden im Zahlungsverzug, ist der Anbieter nach vorheriger Ankündigung in Textform berechtigt, die Leistung (zB Überwachung, Optimierung, Aktualisierung) bis zur vollständigen Zahlung vorübergehend einzustellen. Die übrigen vertraglichen Zahlungspflichten des Kunden bleiben hiervon unberührt.

§ 6 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt

  • bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,

  • für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,

  • nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie

  • soweit eine Garantie übernommen wurde.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (zB grundlegende Erbringung der vereinbarten Hauptleistung und sorgfältige Behandlung der vom Kunden bereitgestellten Systemzugänge).

(3) Summenmäßige Haftungsbegrenzung: In den Fällen des Absatzes 2 ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den Betrag der vom Kunden während der letzten zwölf (12) Monate vor Eintritt des Schadensereignisses bezahlten Entgelte beschränkt. Besteht der Vertrag noch keine zwölf Monate, gilt der Betrag der bis zum Schadenseintritt gezahlten Entgelte, maximal jedoch der Betrag der vereinbarten Mindestlaufzeit.

(4) Haftung bei leichter Fahrlässigkeit im Übrigen: Für Schäden, die nicht unter Absatz 1 oder 2 fallen, haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nicht.

(5) Haftung im Zusammenhang mit Technik, Plugins & Serverumgebung:

  • Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf Inkompatibilitäten oder Fehlfunktionen von Dritt-Plugins, Themes, Server-Konfigurationen oder sonstigen technischen Komponenten zurückzuführen sind, die nicht vom Anbieter bereitgestellt oder verantwortet werden, sofern dem Anbieter weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

  • Der Anbieter haftet insbesondere nicht für Datenverluste, die auf das Fehlen ordnungsgemäßer Datensicherungen (Backups) durch den Kunden zurückzuführen sind und die bei pflichtgemäßer Datensicherung vermeidbar gewesen wären.

  • Unberührt bleibt die Haftung für Schäden, die aus einer schuldhaften Verletzung von Kardinalpflichten resultieren; In diesen Fällen gelten die Absätze 2 und 3.

(6) Haftung im Zusammenhang mit SEO & Algorithmen:

  • Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Ranking-Verluste, Abstrafungen (Penalties), De-Indexierungen oder vergleichbare Maßnahmen von Suchmaschinen, soweit diese auf Algorithmus-Updates, Änderungen der Bewertungslogik, Handlungen Dritter oder sonstige vom Anbieter nicht beeinflussbare Maßnahmen sind.

  • Dies gilt nicht, soweit der Anbieter vorsätzlich oder grob fahrlässig gegen anerkannte Mindeststandards verstößt oder ausdrücklich vereinbarte SEO-Maßnahmen pflichtwidrig verletzt. In diesem Fall gelten die Absätze 1 bis 3 entsprechend.

(7) Der Anbieter setzt für die Erbringung der Leistungen externer Dienste und Systeme Dritter (insbesondere KI- und Automatisierungsdienste, Hosting- und API-Infrastrukturen) ein. Der Anbieter schuldet keine dauerhafte Verfügbarkeit und Fehlerfreiheit dieser Fremdsysteme und haftet nicht für hierauf beruhende Störungen, Ausfälle oder Fehler, sofern dem Anbieter weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt oder keine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird. Im Falle leichter Fahrlässigkeit gelten im Übrigen die in diesem Vertrag geregelten Haftungsbeschränkungen, insbesondere die summenmäßige Beschränkung der Haftung.

(8) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter, Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen des Anbieters.

§ 7 Datenschutz & Vertraulichkeit

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragsdurchführung und – sofern nicht ausdrücklich vereinbart – zur Kundenbetreuung und -information. Es gelten ergänzend die Datenschutzinformationen unter seraphira.de/datenschutz.

(2) Beide Parteien begründen sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannten Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und Dritten nur insoweit zugänglich zu machen, als dies zur Durchführung des Vertrags notwendig ist oder eine gesetzliche hierzu Pflicht besteht.

§ 8 Referenznennung

(1) Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden mit Firmennamen und Logo als Referenzkunde (zB auf der Website des Anbieters, in Präsentationen oder Pitch-Unterlagen) zu nennen, sofern der Kunde dem zuvor ausdrücklich zugestimmt hat (zB im Rahmen des Onboardings oder einer ausdrücklichen Einwilligung in Textform).

(2) Der Kunde kann eine erteilte Einwilligung zur Referenznennung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in Textform (zB per E-Mail) widerrufen. Im Falle des Widerrufs wird der Anbieter die Referenznennung in angemessener Frist beenden bzw. entfernen, sofern dem keine gesetzlichen Aufbewahrungs- oder Dokumentationspflichten entgegenstehen.

§ 9 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB), juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlich Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (München).

(3) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages einschließlich dieser AGB bedürfen der Textform, sofern nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist. Dies gilt auch für die Änderung dieser Textformklausel.

(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Regelung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.